Samstag, 10. April

Genuss und Gesundheit

Wein

von Hannah Hilgers

Ein edler Tropfen gehört für Gourmets schon lange zum guten Ton und zu einem netten Abend. Wir wissen, wie gesund Wein sein kann und sagen Ihnen, was Sie wissen sollten.

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H.D.Volz  / pixelio.de

Ob ein edler französischer Chardonnay oder der tiefrote Spätburgunder aus dem deutschen Ahrtal – ein guter Wein steht für Geschmack und Genuss. Und weil jeder von uns hin und wieder gerne der guten Lebensart frönt, haben wir uns mal schlau gemacht, was wir bei den edlen Tropfen beachten sollten. Beim Kauf, der Lagerung und dem Verzehr.

Außerdem zu klären gilt die Frage, wie es denn um das Thema Gesundheit steht. Dies am besten gleich vorweg: Eine Reihe von Studien hat gezeigt, dass der Konsum von ein bis zwei Gläsern Rotwein pro Tag nicht nur das allgemeine Wohlbefinden steigern kann, sondern sich offenbar auch durchaus für den längerfristigen Erhalt unserer Verfassung eignet. So stellten Forscher anhand von Tierversuchen fest, dass der Rotwein uns vor Herzkreislauferkrankungen, Alzheimer sowie Krebs schützen und zudem das Immunsystem stützen kann. Doch ist da wirklich etwas dran? Klinische Studien belegen diese Erkenntnisse bislang noch nicht. Dennoch spricht Vieles für den Wein. Detaillierte Informationen zum Thema Wein und Gesundheit hält die Süddeutsche Zeitung in ihrem Artikel „Ist Wein wirklich gesund?“ bereit. Fest steht jedenfalls: Hin und wieder können wir sicherlich guten Gewissens zum Rebensaft greifen. Deshalb nun zu den versprochenen Empfehlungen.

Der Kauf

Zwar ist der Preis nicht immer entscheidend, doch zumindest kann er uns Hinweise dazu liefern, mit welcher Qualität wir es zu tun haben. So kann ein günstiger Wein aus dem Discounter sicherlich nicht mit demjenigen aus dem etwas höheren Preissegment mithalten, der im Fachhandel vertrieben wird. Um mal Zahlen zu nennen: Im Supermarkt sprechen wir von etwa 1,99 Euro, während ein guter Tropfen schon mal ab 12,00 Euro aufwärts kostet. Ein gutes Mittelding gibt es für um die 5,00 Euro.

Ebenfalls wegweisend sind Gütesiegel und besondere Auszeichnungen, die sich in der Regel vom Etikett ablesen lassen.

Ob Korken oder Schraubverschluss spielt heutzutage übrigens keine Rolle mehr! So werden auch hochwertige Weine mit Schraubverschlüssen versehen, wohingegen der Wein aus dem Discounter die vermeintlich gute Qualität durch einen (Plastik-)Korken vorgaukelt.

Und auch der Jahrgang ist nicht unbedingt ausschlaggebend. Doch dazu im nächsten Punkt mehr.

Die Lagerung

Die optimale Lagerung erfolgt im dunklen, erschütterungsfreien Weinkeller, dessen Raumtemperatur konstant zwischen acht und zwölf Grad liegt und eine Luftfeuchtigkeit von etwa 75% aufweist. Die „Anschaffung“ eines solchen Weinkellers ist mitunter ein schwieriges Unterfangen, ist es in modernen Häusern heutzutage kaum möglich, solche Bedingungen zu schaffen. Doch das ist nicht schlimm, denn noch lange nicht alle Weine eignen sich für die lange Aufbewahrung. Tatsächlich sollten die meisten von ihnen nämlich schon nach fünf Jahren verzehrt worden sein. Weine, für die sich der eingerichtete Weinkeller bzw. das entsprechende elektronische Gerät (Achtung – hier lieber zum speziellen Klima- statt zum handelsüblichen Kühlschrank greifen) lohnt, sind zum Beispiel trockene Spätburgunder und hochwertige Rieslinge mit hohem Säure- und Fruchtsüße-Gehalt.

Der Verzehr

Neben dem richtigen Glas, das für Weißweine in kleiner und für Rotweine eher in großvolumiger Tulpenform daherkommt, spielen auch weitere Faktoren eine Rolle. So schenken Sie den Wein etwa niemals randvoll ins Glas, sondern gewähren ihm zu etwa dreiviertel des Glases Platz, sich erst so richtig zu entfalten. Für Geruch, Farbe und Geschmack ist der Rebensaft gänzlich selbst verantwortlich, allerdings können Sie sich bei Beurteilung dessen als Kenner oder eben Nicht-Kenner outen. Zur Orientierung: Je länger der hochwertige Rotwein reift, desto heller wird er. Das Gegenteil geschieht beim Weißwein. Und der Geruch – nun ja, der ist mitunter ziemlich vielfältig und kaum mit wenigen Worten zu beschreiben. Vertrauen Sie hier auf Nase und Fantasie.  Und auch beim Geschmack kommt in erster Linie das Riechorgan zum Einsatz. Zwar leisten die auf unserer Zunge verorteten Geschmacksknospen ebenfalls ihren Beitrag und ordnen ein in süß, sauer, bitter oder salzig, doch die Aromen nimmt die Nase wahr.

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