Donnerstag, 2. September

Junge Ärzte auf Jobsuche

Bewerberverhalten

von Hannah Hilgers

Massenvernetzungen sind „in“ und heutzutage kaum noch wegzudenken. Aber wie nutzen Mediziner Facebook, Twitter und Co für ihren Beruf?

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Ilona Burgarth

Wenn es für ein Unternehmen darum geht, sich selbst und die dort angebotenen Arbeitsstellen attraktiv zu präsentieren und so den Ärztenachwuchs in die Kliniken zu holen, spielen zahlreiche Faktoren eine wichtige Rolle. Für die Bewerber geht es zum einen um die „Formalitäten“ – also Geld, Urlaubstage, Sozialleistungen und Co. Diese sind für sie wichtig, doch keinesfalls ausschlaggebend. Zum anderen sind hier nämlich auch die „Soft Facts“ relevant. Speziell zugeschnitten auf den medizinischen Bereich wurden sie in der Vergangenheit bereits durch verschiedene Studien untersucht – mit eindeutigen Ergebnissen.

Eine ausgewogene Work-Life-Balance ist gefragt

Was für junge Leute eine wichtige Rolle spielt, ist die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben. Die ausgewogene Work-Life-Balance steht gleich in verschiedenen Studien auf Platz eins, wenn es darum geht zu beschreiben, was den Arbeitsplatz besonders attraktiv macht. Hand in Hand damit geht die Arbeitszeitengestaltung. Hier waren die Befragten in der Regel zufriedener, wenn wenige Überstunden anfallen oder sie zumindest ein Mitspracherecht in der Schichtenplanung haben. Die angemessene Überstundenvergütung konnte hier nicht mithalten und war weitaus weniger gefragt als die beiden zuvor genannten Kriterien.

Außerdem als relevant erwiesen haben sich das angenehme Betriebsklima, das gute Verhältnis zu den Kollegen sowie eine intensive Einarbeitung und Betreuung von Berufseinsteigern (Studie der Universität Mannheim; Befragungszeitraum: zweites Halbjahr 2009; Teilnehmer: 1.618 Studierende der Humanmedizin; Ziel: Erkenntnisse über die Anforderungen und Interessen bei der Arbeitgeberwahl).

Auch wir haben nachgefragt

Im Rahmen unserer eigenen kleinen Studie zum Thema Bewerberverhalten junger Ärzte hat auch das ichbinarzt.de-Team einige interessante Erkenntnisse gewonnen. So ist es für Unternehmen, Kliniken, Praxen und Co. besonders wichtig, sich online ansprechend zu präsentieren, denn: Das Internet ist für die Bewerber die erste Anlaufstelle. Dort informieren sie sich und schauen ganz konkret nach Stellenausschreibungen. Auch wird hier recherchiert, zum Beispiel dahingehend, als wie positiv die bereits angestellten Kollegen ihren Arbeitsplatz bewerten. Weitere Kriterien, über die die Bewerber außerdem Informationen sammeln, sind das künftige Gehalt sowie die Weiterbildungsmöglichkeiten.

Auf die Frage, mit welcher Motivation sie sich auf eine Stelle bewerben würden, fanden die Befragten einen Konsens. So steht – wie bereits durch andere Studien festgestellt und oben beschrieben – die Work-Life-Balance ganz oben auf ihrer Liste der wichtigsten Arbeitsplatz-Voraussetzungen. Das Arbeiten im interdisziplinären Team sowie die Ganzheitlichkeit in der Therapie, was vor allem in Rehabilitationskliniken in besonderem Maße geboten wird, waren ebenfalls zwei genannte Motivationsfaktoren und zeichnen solche Kliniken als besonders interessant für den junge Ärztenachwuchs aus. Die aktuelle Arbeitsmarktsituation schätzt dieser übrigens ausgezeichnet ein. Die angehenden Mediziner berichteten über zahlreiche offene Stellen sowie positives Feedback über bereits gestellte Anfragen!

Stellenbörse für Ärzte

Insbesondere auf der Suche nach Fachweiterbildung bemühen Assistenzärzte:innen vor allem Online-Stellenbörsen. Mit wenigen Klicks können sich Ärzte und Ärztinnen sehr schnell orientieren und den passenden Job beim richtigen Arbeitgeber finden. valmedi.de ist eine auf Gesundheitsberufe spezialisierte Jobbörse. Wenn Sie konkret auf der Suche sind, können Sie sich einen Jobwecker einstellen und erhalten so per E-Mail - passend zu Ihrem Suchprofil - die neuesten Stellenanzeigen und sind stets am Ball.

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