Dienstag, 8. Juni

Klare Vorstellungen

Willensstärke

von Yavi Bartula

Ein starker Wille erleichtert uns so manche Entscheidung und Handlung im Leben. Doch was tun, wenn uns die Willenskraft verlässt? Hier einige Tipps.

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JD Designs | unsplash.com

Sei es im Vorstellungsgespräch oder in anderen Situationen, in denen wir unser Gegenüber von uns als Person und unseren Fähigkeiten überzeugen wollen – als selbstbewusster, erwachsener Mensch, der mit zwei Beinen so richtig im Leben steht, werden wir dabei sicherlich nicht müde, die positiven Aspekte unseres Charakters hervorzuheben. Doch was ist, wenn das Spotlight ausgeht? Sind wir dann immer noch der Meinung, all das vertreten zu können, was wir zuvor noch angepriesen haben? Was ist zum Beispiel mit der Willensstärke?

Wenn wir mal so richtig in uns hinein horchen, kommt hier vielleicht doch der ein oder andere Zweifel auf. Zu tief haben sich die Erinnerungen an die letzte vermasselte Diät und den überflüssigen Vertrag im Fitnessstudio eingebrannt, als dass wir so richtig stolz von uns behaupten könnten: „Ja, ich habe einen starken Willen!“ Doch genau daran sollten wir arbeiten, nimmt er uns doch schließlich so manche Hürde im Leben. In Anlehnung an „Willpower: Rediscovering the Greatest Human Strength“ halten wir nun fünf Tipps parat, die es zu berücksichtigen gilt, um seinen Willen wieder in die richtige Bahn zu lenken.

Nicht ganz verzichten, nur auf später verschieben

Nehmen wir ein Kuchenbeispiel. Menschen, die sich selbst gesagt haben „Nicht jetzt, dafür später“ hatten weniger Probleme mit der Vorstellung, auf ein Stück Schokoladenkuchen zu verzichten, als diejenigen, die sich den Leckerbissen ganz verboten haben. Das liegt daran, dass alleine die Vorstellung, dass wir den Kuchen eben nicht jetzt, dafür aber sicher zu einem späteren Zeitpunkt essen können, schon ein Stückchen mehr zufrieden macht, als wenn wir uns den Genuss von vornherein komplett versagen. Unseren Willen haben wir in dem Moment trotzdem durchgesetzt.

Die Verantwortung abgeben

Oft ist es doch so, dass zwar unser eigener Willen nicht stark genug ist, gegen die Bedürfnisse anzukommen, der von unserem Partner aber schon. Sobald Sie die Verantwortung aus der Hand geben, sind Sie nicht nur sich selber, sondern eben auch demjenigen, der sie für Sie übernommen hat, Rechenschaft schuldig. Das bindet doppelt und hilft uns mit einem kleinen Umweg für die Zukunft auch selbst die eigenen Vorstellungen durchzusetzen.

Willensstärke überflüssig machen

Wie das funktionieren soll? Ganz einfach! Wer das, was er vermeiden möchte, sowieso nur schwer erreichen kann, braucht auch weniger Willensstärke, um sich davon abzuhalten. Möchte jemand zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören, ist es sinnvoll, dass derjenige auch keine Zigaretten mehr im Haus hat. Der Weg zum Kiosk stellt in dem Fall die größere Herausforderung dar, als der Weg zur Schublade, in der noch eine letzte „Notfallpackung“ versteckt liegt. Indem wir also den Weg zum Positiven erleichtern und den zum Negativen erschweren, machen wir die sonst so dringend benötigte Willenskraft fast schon überflüssig.

Vorausplanen

Nichts erleichtert uns eine Entscheidung für oder gegen etwas mehr, als ein Plan, den wir bezüglich dieser Entscheidung bereits in der Vergangenheit vorbereitet haben. Folgen wir beispielsweise einer Geburtstagseinladung, fällt es viel leichter, auf den Prosecco zu verzichten, wenn wir uns dies bereits vorab vorgenommen haben, als wenn wir spontan entscheiden müssen, ob wir das Angebot annehmen oder ablehnen müssen.

Ziele emotionalisieren

Wir alle kennen das: kurz nach der ausgedehnten Mittagspause fällt man vom Bürostuhl gleich ins nächstgelegene Mittagstief. Motivation? Fehlanzeige. Doch warum machen wir den Job überhaupt? Klar, wegen des Geldes. Im besten Falle aber nicht nur! Rufen Sie sich noch mal den höheren Zweck ihres Angestellten-Daseins in den Sinn. Stecken wir mehr Emotionen in unsere Arbeit, fällt es uns auch leichter, unsere alltäglichen (Job-)Ziele zu erreichen.

Und nun: Volle Willenskraft voraus!

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